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<title>pling!</title>
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<description>Blog der spontanen Ideen von Pascal</description>
<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 19:07:50 +0200</pubDate>
<lastBuildDate>Mon, 30 Nov 2009 19:07:50 +0200</lastBuildDate>
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<title>Minarettverbotszustimmung für Piraten unzulässig
</title>
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<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 19:07:50 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pascal</dc:creator>
<category>Politik</category>
<category>Piratenpartei</category>
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<description><![CDATA[ 
 [...]]]></description>
<content:encoded><![CDATA[

<p>Habt Ihr den Verstand verloren, davon zu faseln, dass das Ergebnis der
Abstimmung in der Schweiz auch nur auf irgendeiner einzigen Ebene piratig ist?</p>

<p>Ja, vielleicht war die Form der Abstimmung, also die Volksabstimmung im Sinne
einer Piratenpartei.</p>

<p>Und ob eine Verfassung auf Basis einer Volsksabstimmung geändert werden darf,
darüber kann man sich auch mal Gedanken machen. Aber bitte gründlich
nachdenken!</p>

<p>Jetzt aber wieder zu dem Ergebnis der Abstimmung. Wie kann man nur darauf
kommen, dass das irgendwie als Auflehnen der Schweizer gegen eine totalitäre
Bewegung, gegen Menschenfeindlichkeit oder gegen antiaufklärerische Religionen
zu verstehen sein könnte?</p>

<p>Wenn die Schweizer für sowas wie eine Beschränkung der Bauhöhe von religiösen
Bauten im Allgemeinen gestimmt hätten, dann könnte man darüber nachdenken, ob
sich das Ganze in diese Richtung interpretieren lässt.</p>

<p>Aber in dieser Form, in der es gegen genau <em>eine</em> Religion gerichtet
ist, wo es nur dazu dient, Anhängern <em>einer</em> bestimmten Religion zu
zeigen, dass ihre Symbole, und damit sie selber nicht willkommen sind, da kann
man das Ganze nur als Ausdruck einer massiven Fremdenfeindlichkeit von vielen
Schweizern interpretieren. Selbst, wenn einige derjenigen, die abgestimmt haben
glauben, dass sie damit "geeignete Maßnahme zur Wahrung des Friedens zwischen
den Mitgliedern unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften" unterstützen oder es
halt als allgemeinen Schritt gegen antiaufklärerische Religion sehen, dann
verstehen es die Moslems in der Schweiz trotzdem als Tritt in den Hintern und
man kann das ganze Bestenfalls als Wirkung einer hetzerischen, verdummenden,
paranoiden und rechtskonservativen Propaganda interpretieren.</p>

<p>Die Piratenpartei hat sich ausdrücklich hinter das deutsche Grundgesetz
gestellt und will, dass dieses auf alle Menschen genau gleich angewendet wird.
In die Richtung zu argumentieren, dass dieses Volksabstimmungsergebnis in der
Schweiz schon in Ordnung ist, ist also absolut antipiratig, und diejenigen, die
es tun, sollten sich fragen ob sie weiterhin Piraten bleiben wollen.</p>
]]></content:encoded>
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<item>
<title>Twitterzensur?
</title>
<link>http://pling.setvisual.de/twitterzensur%3A2009-11-06%3ATwitter%2CVerschw%C3%B6rung</link>
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<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 13:56:54 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pascal</dc:creator>
<category>Twitter</category>
<category>Verschwörung</category>
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<description><![CDATA[ 
 [...]]]></description>
<content:encoded><![CDATA[

<p>Ich wollte dem Phänomen mal nachgehen, dass einige <a href="http://twitter.com">Twitter</a>
User anscheinend nie in der Suche auftauchen. Vielleicht ist es ein Datenbankfehler seitens
Twitter, vielleicht greift man nicht immer auf den vollen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datenbankindex">
Index</a> zu und daher sind einige Timelines in einigen Internetbereichen nicht indiziert,
vielleicht sind es User, deren Profil mal protected war,
vielleicht handelt es sich aber auch um eine Verschwörung, und die User, die schon mal
irgeneinem von IHNEN unangenehm aufgefallen sind, befinden sich auf einer Sperrliste.</p>

<p>Jedenfalls hab ich aus Spaß mal ein kleines Script geschrieben, welches jeweils einmal
nach Tweets von jedem meiner "Friends" (die, denen ich folge) sucht. Das Script verwendet zwei
Twitter API Module für Python, weil ich das eine 
(<a href="http://code.google.com/p/python-twitter/">python-twitter</a>) schon kannte, und ich nur
bei dem anderen (<a href="http://mike.verdone.ca/twitter/">Python Twitter Tools</a>)
auf Anhieb gesehen habe, wie man damit eine Suche
abschickt. Gesucht wird für jeden User jeweils nach "from:USERNAME".</p>

<p>Python Twitter Tools hieß auch twitter, darum hab ich es in ptt umbenannt. Hier das Script
(ich hab mir wirklich keine Mühe gegeben), das <a href="#ergebnis">Ergebnis ist weiter unten</a> zu finden:</p>

<p><pre>
 <code>
    import twitter, ptt, time

    # Login to Twitter:
    api=twitter.Api(TWITTERUSERNAME, TWITTERPASSWORD)

    # Get all your friends:
    friends = []
    i = 1
    while (True):
        page = api.GetFriends(page=i)
        if len(page) < 1:
            break
        friends += page
        i += 1
    return friends

    search = ptt.Twitter(domain="search.twitter.com")
    some_res = []
    no_res = []
    failure = []
    for f in friends:
        res = {'results':[]}
        try:
            res = search.search(q="from:%s"%f.screen_name)
            time.sleep(2)
        except:
            failure.append(f)
        if len(res['results']) > 0:
            f.search_results = res['results']
            some_res.append(f)
        else:
            no_res.append(f)

    # Print results:
    print "Nach denen kann gesucht werden:"
    for f in some_res: print f.screen_name
    print "\nNach denen kann nicht gesucht werden:"
    for f in no_res: print f.screen_name
    print "\nBei denen gabs nen Fehler:"
    for f in failure: print f.screen_name
 </code>
</pre></p>

<p><a name="ergebnis">Und hier das Ergebnis</a>. Ich gebe hier nur die User and, denen ich folge, und bei denen
eine Suche nach Tweets erfolglos war. Vielleicht könnt Ihr ja eine Gemeinsamkeit feststellen.
Interessant wäre auch, ob ihr einen in der Liste findet, für den ihr Suchergebnisse bekommt.
Manche dieser User haben ein protected Profil, aber nicht alle. Und außerdem sollten User, die
von jemandem authorisiert wurden zu folgen, doch auch nach deren Tweets suchen können.</p>

<p><b>Nicht suchbare Twitter Accounts</b></p>
<p><ul>
    <li>schorsch9000</li>
    <li>AKND_de</li>
    <li>schnupperboy</li>
    <li>guidowatch</li>
    <li>tagesschau_eil</li>
    <li>Seipenbusch</li>
    <li>TechFunBln</li>
    <li>ElTres</li>
    <li>bundesradio</li>
    <li>kaiwegner</li>
    <li>GLITTR_CRITTR</li>
    <li>OOD09</li>
    <li>Spreeroiber</li>
    <li>samt_oh</li>
    <li>kellyterryjones</li>
    <li>berlincount</li>
    <li>WasSollInternet</li>
    <li>GRUENE20</li>
    <li>ghandi</li>
    <li>0mad</li>
    <li>Podpiraten</li>
    <li>dirkhillbrecht</li>
    <li>disblogged</li>
    <li>StarShipSofa</li>
    <li>terryandrob</li>
    <li>Neila_Nomegeh</li>
    <li>wellenleitung</li>
    <li>moderntimes</li>
    <li>korbinian</li>
    <li>PiratenBerlin</li>
    <li>timpritlove</li>
</ul></p>
<p><a name="update"><b>Update</b></a></p>
<p>Das hier sind übrigens die undurchsuchbaren meiner Follower. Diejenigen, die schon oben aufgeführt sind
habe ich hier ausgeschlossen. Ja, da ist SPAM dabei, aber dafür kann ich nichts.
Was habt ihr getan, dass Twitter Euch nicht finden will?</p>
<p><ul>
    <li>DeangeloMathews</li>
    <li>BfV_de</li>
    <li>sarah_sweet29</li>
    <li>Wolf_Schaeuble</li>
    <li>zapata33com</li>
    <li>PeterEberhardt</li>
    <li>allopensee</li>
    <li>pantis_shoes</li>
    <li>tvivo</li>
    <li>Reekvk</li>
    <li>Suleitec</li>
    <li>QueenMona</li>
    <li>brillegutschein</li>
    <li>ServiceKing</li>
    <li>derNewsticker</li>
    <li>Genie685</li>
    <li>festgestalt</li>
    <li>KLIMAMAGAZIN</li>
    <li>programmingjoy</li>
    <li>npd_de</li>
    <li>PIRAT20</li>
</ul></p> ]]></content:encoded>
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</item>
<item>
<title>The Day After
</title>
<link>http://pling.setvisual.de/thedayafter%3A2009-09-28%3APolitik%2CSci-Fi</link>
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<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 00:26:20 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pascal</dc:creator>
<category>Politik</category>
<category>Sci-Fi</category>
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<description><![CDATA[ 
 [...]]]></description>
<content:encoded><![CDATA[

<p>Nur dunkel erinnere ich mich an Szenen aus <a href="http://video.google.com/videoplay?docid=1892923857465314983&amp;ei=rzLASpHmF4TS-AamiJzsBg&amp;q=the+day+after">diesem Film</a>: Erst ist die Welt
noch so einigermaßen heil, aber am Horizont steigen schon die Raketen auf. Dann
detonieren die Bomben in grellgelben Blitzen, begleitet von dem totalen
Blackout. Nichts geht mehr. Menschen werden einfach ausgelöscht, rennen in Panik
durcheinander und verkriechen sich in Ihren Kellern.</p>

<p>Unter einem schwarzen Himmel und herabregnender Asche fragen sich die
Menschen danach: Was nun? Wie komme ich möglichst weit weg von hier. Wie
entweiche ich dem radioaktiven Fallout, hätte ich Vorräte wenigstens für die
nächsten vier schlimmen Jahre in meinem Keller anlegen sollen?</p>
]]></content:encoded>
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</item>
<item>
<title>Die Piratenpartei braucht radikale Hackernerds
</title>
<link>http://pling.setvisual.de/hackernerds%3A2009-09-23%3APiratenpartei%2CPolitik</link>
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<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 04:26:06 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pascal</dc:creator>
<category>Piratenpartei</category>
<category>Politik</category>
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<description><![CDATA[ 
 [...]]]></description>
<content:encoded><![CDATA[

<p>Nein, ich meine keine unrasierten, bleichen Elektronikjunkies, die durch das
Eindringen in geheime Regierungsserver die Weltrevolution auslösen wollen.
Jedenfalls nicht nur.</p>

<p>Ich meine Menschen, die sich auf ein Thema konzentrieren können, ohne sich
ablenken zu lassen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nerd">Nerds</a>), die
dieses Thema auseinandernehmen bis sie es komplett verstanden haben und dann
wieder zu etwas neuem zusammensetzen, das besser funktioniert als vorher (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hacker">Hacker</a>) und dabei Traditionen,
eingefahrene Strukturen und verhärtete Meinungsfronten außer Acht lassen (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Radikalismus">Radikale</a>).</p>

<p>Durch die intensive Nutzung der modernen Medien hat die Piratenpartei den
Vorteil fast <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmintelligenz">wie ein
Schwarm denken</a>, aber auch fühlen zu können. Einige Themen wurden so schon
gut durchdacht andere werden durch die steigende Mitglieder- und
Sympathisantenzahl hinzukommen.</p>

<p>Ich bebobachte im Netz viele sachliche, aber auch einige stark emotional
geführte Diskussionen. In und um die Piratenpartei scheinen sich Menschen
versammelt zu haben, die bei Themen wie Energie- oder Sozialpolitik, welche noch
nicht im Wahlprogramm vorkommen, ein großes Meinungsspektrum mitbringen.</p>

<p>In einigen Bereichen gibt es wenige Profis, die sich mit dem Thema auskennen. So
kann der Schwarm nicht viel Erkenntnisse, sondern nur Gefühle oder unzureichend
gefilterte Informationshaufen zusammentragen. Auf keimform.de hat ein Blogpost
eine passende Überschrift: "<a
href="http://www.keimform.de/2009/09/17/die-piratenpartei-auf-dem-weg-vom-schwarm-zum-mob/">Die
Piratenpartei auf dem Weg vom Schwarm zum Mob"</a> (den Rest habe ich noch nicht
gelesen).</p>

<p>Ich finde es gut, dass sich nicht alle Menschen mit allen Themen auskennen und
ich denke, dass es auch gut ist, wenn Menschen gefühlsmäßig handeln und wählen.
Einige Themen lassen sich auch nur gefühlsmäßig betrachten (sowas wie "wollen
wir Freiheit und Demokratie?"). Andere Themen können durch logisches Verknüpfen
von empirischem oder evidentem Wissen behandelt werden (wissenschaftlich,
sachlich). Das muss eine Partei dann auch tun, wenn sie sich nicht in die Fänge
der Lobbyisten begeben will.</p>

<p>Ich glaube auch, dass es bei vielen Themen auf der ganzen Welt nur wenige Profis
gibt. Die radikalen Hackernerds können erstens Profis für ein Thema werden, auch
wenn sie es noch nicht sind, und können zweitens die Informationsflut des
Schwarms in langen konzentrationsgeschwängerten Sessions filtern und zu
Sinnvollem zusammensetzen.</p>

<p>Die Piratenpartei muss ihre Mittel einsetzen um diese Gattung von Menschen dabei
zu unterstützen an den Themen so zu arbeiten, dass die Ergebnisse allen Menschen
dienen, und nicht wie die Arbeit von Lobbyisten kleiner aber finanzstarker
Interessengruppen die Welt in <b>den Untergang</b> treibt.</p>

<p>Achso, dann hat Jens Scholz noch was <a
href="http://www.jensscholz.com/2009/09/alle-die-gerade-versuchen-nerds-zu.htm">über
Nerds</a> geschrieben. Hab ich aber auch noch nicht gelesen.</p>
]]></content:encoded>
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</item>
<item>
<title>Sind Nichtwähler selber schuld?
</title>
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<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 00:35:58 +0200</pubDate>
<dc:creator>Pascal</dc:creator>
<category>Politik</category>
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<description><![CDATA[ 
 [...]]]></description>
<content:encoded><![CDATA[

<p>Mein Fazit lautet: Ja. Das kann ich schon vorneweg nehmen.</p>

<p>Ich höre von so vielen, dass sie am <b>27.9.</b> nicht wählen gehen wollen
weil keine Partei wählbar ist. Die Begründung lautet: "Entweder hat eine Partei
etwas im Programm womit ich nicht übereinstimme, oder sie hat in der
Vergangenheit etwas gemacht, was ich abscheulich finde."</p>

<p>Das kann ich durchaus nachvollziehen! Aber dann nicht wählen? Damit die
Parteien endlich merken, dass etwas schief läuft, damit sie keine Legitimation
mehr haben. Okay, aber funktioniert das? Ich würde sagen: Nein.</p>

<p>Bei der letzten Europawahl betrug die Wahlbeteiligung europaweit 43,1%! Das
heisst, die Regierung wird nichteinmal von der Hälfte der Bevölkerung getragen.
Aber stört sich da irgendwer dran? Nö. Naja es werden ein paar Stimmen laut, die
sagen: "Wir müssen die Menschen besser informieren" oder so. Aber das ist auch
schon wieder vorbei, und dass vielleicht was anderes schief läuft fällt
niemandem auf.</p>

<p>Auch bei der letzen Bundestagswahl haben nur 77,7% der Deutschen gewählt.
Wenn Ihr euch anstrengt schafft Ihr vielleicht 70 oder sogar 60%. Aber auch das
wird niemanden aufschrecken. Und insgeheim freuen sich die größten Parteien
besonders doll. Sie profitieren nämlich am meisten von jeder nicht abgegebenen
oder ungültigen Stimme. Ich will mal ein Beispiel rechnen:</p>

<p>Nehmen wir 60.000.000 Wahlberechtigte an. Sagen wir, 60% wählen. Das sind
36.000.000 Zweitstimmen. Wenn jetzt 35% die CDU und 11% die Grünen wählen, dann
bekommt die CDU 12.600.000 Stimmen und die Grünen 3.960.000.</p>

<p>Wenn jetzt die Gleichen leute Grüne und CDU wählen, aber die Wahlbeteiligung
plötzlich 80% beträgt, also die Hälfte der Nichtwähler wählen gegangen ist, dann
kommt folgendes Wahlergebnis raus:</p>
<ul>
<li>CDU: (100 * 12.600.000) / 60.000.000 = 21%</li>
<li>Grüne: (100 * 3.960.000) / 60.000.000 = 6,6%</li>
</ul>


<p>Die CDU hat also 35 - 21 = 14 Prozentpunkte verloren. Die Grünen haben nur 4,4
Prozentpunkte verloren. Die CDU ist also klarer Verlierer, obwohl niemand der
Nicht-Nichtwähler die Grünen gewählt hat.</p>

<p>Andersherum: Wenn Ihr nicht wählen geht gewinnen die Stärksten Parteien, ihr
stützt also deren Position <b>und es wird sich nichts ändern</b>!</p>

<p>Also geht wählen, nehmt irgendeine Partei, die absolut keine Chance darauf
habt, die 5% Hürde zu überwinden. Verteilt Euch durch Würfeln auf die kleinen
Parteien. Ihre Wahlprogramme erlangen dadurch nicht großartig mehr an Bedeutung,
aber den konservativsten Parteien wie CDU und SPD tut es richtig weh. Sie werden
sich unter Druck gesetzt sehen und müssen Ihre Politik ändern. Sie müssen
wahrscheinlich sogar Koalitionen mit mehreren kleineren Parteien eingehen. Das
wird einiges durcheinanderwürfeln. Nichtwählen nicht.</p>

<p>Welche kleinen Parteien es in Eurem Wahlkreis gibt, könnt Ihr hier nachlesen:
<a
href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/zugelassene_parteien/BW09__Parteireihenfolge.pdf">Zugelassene
Parteien (PDF)</a>.</p>

<p>Weitere Tips zur Stimmabgabe gibt es hier: <a
href="http://www.wahlrecht.de/bundestag/2009/index.html">wahlrecht.de</a>.</p>

<p>Achso und Nein, ungültig wählen unterscheidet sich nicht von Nichtwählen.
Jedenfalls nicht beim Ergebnis der Wahl.</p>

<p><b>Nachtrag:</b> Ich habe die beiden Parteien (CDU und Grüne) für das Beispiel
ausgewählt weil sie, <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm">laut Umfragen</a>,
nach der Bundestagswahl 2009 die beiden Parteien
sein werden, welche die meißten beziehungsweise wenigsten Sitze im Bundestag bekommen.
Dadurch wird klar, welche Parteien durch Wählerentzug verlieren (die kleinen)
und welche gewinnen (die großen).<br />
Die Grünen und die CDU sind aber auch deshalb interessant, weil sie in den meißten
Bereichen den oberen beziehungsweise den unteren Rand der Konservativität besetzen. So sieht man,
dass <b>durch jede nicht abgegebene oder ungültige Stimme die Politik nur noch konservativer wird</b>.
Der angebliche Protest gibt den bestehenden Strukturen Energie, bewirkt also genau das Gegenteil
vom Gewollten.</p>
]]></content:encoded>
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